Der amtierende DM
Gerhard Gerich aus Klötze

Dirk Gerkens, Der Zweite der DM 2002 und amtierender EM

Presseinformation

6. März 2003
Starkes Turnier und meisterliche Atmosphäre
Deutsche Meisterschaften Pony-Vierspänner 2003 /
Erste WM-Sichtungen in diesem Jahr
DM 2001, WM 2002, DM 2003 - zum dritten Mal in Folge ist die Stadt Greven Austragungsort eines hochrangigen Fahrsportturniers. In diesem Jahr sind es die Pony-Vierspännerfahrer, die im Reit- und Fahrsportzentrum Greven-Bockholt vom 9. - 11. Mai zum nationalen Leistungsvergleich antreten. Parallel zur DM absolvieren die Teams der Pony-Einspänner, -Zweispänner und Zweispänner-Pferde die ersten Sichtungen für die in diesem Jahr stattfindenden Weltmeisterschaften. Organisator des dreitägigen Pferdesportevents ist - wie schon in den Jahren zuvor - der Reit- und Fahrverein St. Martin Greven-Bockholt.

Dem Rang der verschiedenen Wettbewerbe entsprechend, können die Fahrsportenthusiasten des Grevener Reit- und Fahrvereins mit den derzeitigen Spitzen-Teams des Gespannfahrens in Deutschland aufwarten. „Das Teilnehmerfeld der DM wird exzellent besetzt sein und bei den WM-Sichtungen werden die Besten der Besten an den Start gehen“,  blickt Albert Sahle, Vorsitzender des RUFV St. Martin und Cheforganisator des Turniers, nach vorn. Für die Aktiven steht einiges auf dem Spiel: Es geht um Meisterehren und um die Tickets zu den Weltturnieren im österreichischen Karlstetten (Pony-Gespanne) und im französischen Jardy (Pferde-Gespanne). Mit einer frühen vorderen Platzierung können sich die Fahrer eine gute Ausgangsposition für eine WM-Teilnahme verschaffen. Drei weitere Sichtungen schließen sich an den Auftakt in Greven an. Insgesamt erwartet der Reit- und Fahrverein St. Martin ein Teilnehmerfeld mit 90 bis 100 Fahrern aus vielen Vereinen Deutschlands. Damit ist die Kapazitätsgrenze nicht nur für die Organisatoren, sondern generell für die Durchführung eines Top-Turniers mit kombinierter Wertung erreicht. „Mehr geht nicht“, stellt Sahle fest, “selbst wenn zum Beispiel die Dressuren auf zwei Plätzen parallel laufen.“ Dass gerade zu Beginn der grünen Saison viele Fahrer hoch motiviert ins neue Jahr gehen, versteht sich von selbst. Und vor der Veranstaltung in Greven finden kaum andere Wettbewerbe statt. Außerdem ist selbst die geringste Chance, sich bei einer Sichtung für eine WM-Teilnahme zu positionieren, für jeden Aktiven verlockend“, ist sich Vereinschef Sahle sicher. Um aber einen „Durchführungs-Knockout“ (Sahle) zu vermeiden, entschlossen sich die Veranstalter in Absprache mit Fahrsport-Bundestrainer Ewald Meier, das Starterfeld schon über die Ausschreibung zu limitieren und die Teilnahme mit Handicaps zu versehen. Fahrer, die beispielsweise für die Zweispänner-Pony-Konkurrenz melden wollen, müssen sich im vergangenen Jahr mindestens zweimal unter den ersten Zehn in einem bundesweit offenen Klasse S-Turnier platziert haben. Zudem müssen alle zugelassenen Pferde und Ponys mindestens 6jährig sein. Allein schon die Teilnahmebedingungen sorgen so dafür, dass am zweiten Maiwochenende die Cracks des Fahrsport auf der Grevener Anlage unterwegs sein werden. „Bei unseren Turnieren bemühen wir uns darum, alle Anspannungsarten zum Zuge kommen zu lassen. Deshalb freut es uns besonders, dass in diesem Jahr die Pony-Vierspännerfahrer ihre Meisterschaften bei uns ausfahren“, erklärt Albert Sahle. Bereits im vergangenen Jahr waren die Pony-Vierspännerfahrer  in Greven-Bockholt zu Gast. Neben der WM der Gespannfahrer mit Behinderung ging es beim Preis der Besten“ aufs Dressurviereck und ins Gelände. Nachdem bislang das Zweispänner-Fahren in Greven-Bockholt dominierte, zeigt sich nun das Bemühen des Vereins, auch das Vierspännerfahren bei den erstklassigen Turnieren zu etablieren und in Zukunft konsequent zu fördern.

Fahrsportasse
aus der Region
Aus regionaler Sicht versprechen die Deutschen Meisterschaften vor allem deshalb eine extra Portion Spannung, weil mit Tobias Bücker (Emsdetten) und Martin Thiemann (Saerbeck) zwei Leistungsträger des Pony-Vierspänner-Fahrsports in Deutschland aus der Umgebung kommen, die bei der DM vorne mitfahren werden.

Tobias Bücker
Vielleicht gelingt es ihnen, den Heimvorteil positiv zu nutzen. In der Zweispänner-Konkurrenz darf man auf den Auftritt des erst 20-jährigen Sebastian Warneck (Nunsdorf) gespannt sein, der sich im vergangenen Jahr im  brandenburgischen Neustadt-Dosse überraschend den deutschen Meistertitel sichern konnte. Aber auch andere Top-Fahrer, Michael Kosmann (Warendorf) etwa, der Deutscher Meister 2001 auf der Grevener Anlage, und Rolf von Aschwege (Edewecht) wollen bei den Prüfungen ganz vorne mitmischen. Bei der ersten nationalen Meisterschaft und dem ersten großen Fahrsportevent in diesem Jahr wird es für die Aktiven um ein Kräftemessen und um eine Standortbestimmung gehen. „Natürlich werden die Spitzenfahrer der letztjährigen Saison auch in diesem Jahr den Ton angeben. Zum anderen werden die Karten zu Beginn einer neuen Saison immer wieder neu gemischt“, weiß Turnierleiter Ulrich Hengemühl vom RUFV St. Martin Greven-Bockholt. Und da kann es dann durchaus die ein oder andere Überraschung geben. Dass das moderne Gespannfahren nicht nur etwas für eingefleischte Fahrsportfans und Pferdesportfreunde, sondern auch für Laien ist, davon ist Vereinsvorsitzender Albert Sahle überzeugt. „Das Können der Fahrer, das Geschick der Pferde, die Rasanz der Fahrten durch die Hindernisse und das beeindruckende Bild der Kutschen bei der Dressur begeistern immer wieder“, so Sahle.

Martin Thiemann, Westfalen, gut in Form

Hauptattraktion des Gespannfahrens ist vor allem die so genannte Gelände- und Streckenfahrt, die in fünf Phasen unterteilt ist. Die Gespanne müssen dabei festgelegte Strecken unterschiedlicher Länge absolvieren, wobei sich Schritt- und Trabstrecken abwechseln. Zeiten und Geschwindigkeiten sind für die Fahrer vorgegeben und dürfen weder über- noch unterschritten werden. Darüber wacht ein so genannter „Bockrichter“, der die Gespanne begleitet. Ansonsten gibt es Strafpunkte. Zudem muss die vorgeschriebene Gangart eingehalten werden. Richtig zur Sache geht’s dann in der letzten Phase: Sieben Hindernisse, inklusive einer spektakulären Wasserdurchfahrt, müssen in einer durch Buchstaben gekennzeichneten Reihenfolge durchfahren werden. Motto: Je schneller, desto besser. Spätestens bei der Gelände- und Streckenfahrt hat der moderne Fahrsport rein gar nichts mehr mit einem betulichen Sonntagsausflug mit der Pferdekutsche zu tun. Gutes Handling, Koordinationsvermögen, Schnelligkeit, technisches Geschick der Pferde und nicht zuletzt Kraft sind hier gefragt.

Franz-Josef Lehmkuhl

Turnierprogramm

Die Prüfungen zur Deutschen Meisterschaft und zu den WM-Sichtungen beginnen am Freitag mit den Dressuren der Pony-Vierspänner als erste Prüfung (ab 8 Uhr). Die Dressuren der weiteren Anspannungsarten im Rahmen der WM-Sichtungen schließen sich an. Am Samstag geht’s um 8 Uhr mit der Gelände- und Streckenfahrt der Pony-Einspänner weiter. Anschließend stehen die Gelände und Streckenfahrt der Pony-Zweispänner, Zweispänner-Pferde und der Pony-Vierspänner auf dem Terminplan. Am Sonntag fallen dann beim Hindernisfahren die Entscheidungen in den als Kombinierte Wertung angelegten Wettbewerben. Neben den sportlichen Leistungen wird auch die Unterhaltung an den drei Turniertagen groß geschrieben. Getreu der Philosophie des Vereins „Spitzensport und Unterhaltung, spannende Wettbewerbe und gute Laune zu einem für Publikum und Aktive attraktiven Angebot zu verschmelzen“, wie Vereinschef Sahle erläutert. Im großen Festzelt geht - fast schon traditionsgemäß bei den großen Turnierevents in Greven-Bockholt - ein attraktives Rahmenprogramm über die Bühne, freitags mit einem ausgewähltem Showprogramm verschiedener Künstler und Akteure, begleitet von (vor-)sommerlich heißen Rhythmen der Gloria Reuter Band, samstags mit einem großen Fahrerball. Und auch an die kleinen Besucher haben die Organisatoren des RUFV St. Martin gedacht. Neben dem beliebten Ponyreiten (am Samstag und Sonntag) stehen Luftballonmodellieren und eine Hüpfburg auf dem Programm. Für das leibliche Wohl der Turnierbesucher wird - ebenfalls in gewohnt exzellenter Weise - im Hauptzelt und in einer bunten Open-Air-Gastronomiewelt bestens gesorgt sein. Krönender Abschluss der Deutschen Meisterschaften und WM-Sichtungen wird am Sonntag etwa ab 17 Uhr die Meister- und Siegerehrung sein. Zuschauer sind an allen Turniertagen herzlich willkommen. Schließlich sollen sich, dies jedenfalls verlautet aus Fahrerkreisen, auch die Pferde von einer großen Kulisse und viel Beifall zu Spitzenleistungen beflügeln lassen. Der Eintritt zum Turnier ist frei.

Weitere Informationen:

Michael Sackermann
Telefon 02571 - 81353
E-Mail presse@sahle.de

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Dieter Höfs
und seine Welsh-B-Ponys
Diethelm Kneifel
Fotos: E. Holin