Wales-Reise 2003

Royal-Welsh-Show "Gestütsbericht "Dukes Hill
"Gestütsbericht "Heniarth"
"Gestütsbericht "Thornberry"
"Gestütsbericht "Springbourne"

Auf den Spuren der Vergangenheit

Landschaften, Burgen, Museen, Städte...

von Eberhard Holin
23 Fotos copyright by Eberhard Holin
Auf unseren ersten England- und Wales-Reisen Ende der 80- und Anfang der 90-er Jahre hatten unsere Besuche immer zwei Schwerpunkte. Immer standen Gestütsbesuche und die Royal Welsh-Schau im Vordergrund. Daneben suchten wir aber auch die vielfältigen walisischen und englischen Landschaften, imponierende Städte und ihre Geschichte kennen zu lernen. Mehrfach besuchten wir London, Cambridge, Canterbury, Oxford, Stratford upon Avon, Windsor, Coventry, Salisbury, Hereford, Gloucester und Cardiff. Staunend haben wir im Dover-, im Warwick Castle und im Blenheim Palace, dem Schloss der Herzöge von Marlborough gestanden.


Hungrige Ponys erwarteten uns auf den Parkplätzen im Dartmoor Nationalpark

Neben der Straße,
"freie" New Forest-Ponys

Unser Weg führte uns u.a. an der südenglischen Küste entlang. In Torquay, Paignton, Brixham und Dartmouth genossen wir das malerische Ambiente der schönen Hafenstädte von Süd-Devon. Am Napoleon`s View, auf den Kreidefelsen von Berry Head, haben wir gesessen. Auch dem National Shire Horse Centre in Dunstone, kurz vor Plymouth, galt unser Besuch. Der Weg führte uns ins Landesinnere zu den frei laufenden New Forest-, Exmoor- und Dartmoor-Ponys. Auf den Parkplätzen im Dartmoor Nationalpark warteten sie schon. Nur mit Mühe konnten wir die Autotüren öffnen, und schon wurde uns von den lästigen Ponys der Proviant aus den Händen gerissen. Nahe dem Palace House und der Abtei von Beaulieu kreuzte eine etwa 30-köpfige frei laufende Eselherde unsere Straße. Die auf den Verkehrsstraßen und Dorfplätzen herumlungernden Ponys waren für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Beeindruckt haben wir an der Mündung des River Teifi gesessen und das schöne Cardigan gesehen und die Strände, Häfen und Marktplätze der malerischen walisischen Fischer-Dörfer Aberporth, Llangrannog, New Quay und Aberaeron besucht. Mehrfach sind wir in der alten Universitätsstadt Aberystwyth und in der Geschäftsstelle der Welsh Pony and Cob Society (WPCS) zu Gast gewesen.

Natürlich hatte es uns auch die überwältigende Landschaft des nördlich gelegenen Snowdonia Nationalparks angetan, ein Areal von 2200 km² Schaf-, Gras- und Ödland mit seinen Mooren, Seen, Wasserfällen und hohen Bergen. Von dort ist der Weg zu dem nord-walisischen Burgentrio Harlech, Conwy und Caernarfon nicht weit. Im Caernarfon Castle wurde Charles 1969 zum Prince of Wales geschlagen. Die Festungen wurden ab 1283 gleichzeitig von einem Architekten aus Savoyen erbaut.


Die Kirche von Welsh St. Donats stammt aus dem 12. Jahrhundert

In Süd-Wales unterwegs
Nachdem wir auf früheren Fahrten durch Süd-Wales das ausgegrabene römische Amphitheater von Caerleon, Tintern Abbey und die alten Burganlagen von Castell Coch, Caerphilly, Coity und das National Museum von Wales in Cardiff besucht hatten, standen in diesem Jahr wieder zwei Burgen, drei Museen und die alte Bergbau- und Eisenstadt Pontypridd und das schön gelegene Carmarthen auf unserem Programm. In diesem Jahr waren wir erneut auf der Cartreglas Farm in Welsh St. Donats für einige Tage zu Gast. Dieses Domizil liegt sehr verkehrsgünstig, etwa 5 km von der M4, Abfahrt 34, ganz in der Nähe von Cowbridge. Mitten im Ort liegt die Kirche St.Donat.



Das Ogmore Castle

Eine normannische Burganlage

Sie war ursprünglich eine
befestigte Zollstation

Es liegt nur etw a 5 km süd-westlich von Bridgend an der B4524. Über die M4, Ausfahrt 35 oder 36, ist die Burg über die B4524 schnell zu erreichen. Es handelt sich um eine normannische Burganlage, die etwa um 1100 von William von Londres am Evenny Fluss als befestigte Zollstation erbaut worden ist. Sie liegt im Gebiet der Gemeinde Ogmore, unmittelbar am Flussufer. Der Weg zu ihr ist gut ausgeschildert. An einem Reitstall vorbei führt ein Weg die Besucher durch ein Tor zu der gut zu begehenden Burgruine (Wälle/Mauern). Unmittelbar neben der Burg, direkt am Fluss, liegt ein Parkplatz.


Das Kidwelly Castle

Kidwelly Castle ist eine der imposantesten Burganlagen von West - Wales

Das gewaltige Torhaus

Die Burg liegt in Dyfed, an strategisch wichtiger Stelle der normannischen Route nach Westen. Sie ist eine der imposantesten Burganlagen von West-Wales und wurde im frühen 12. Jahrhundert als "a huge earthwork" (riesiges Schanzwerk) von den normannischen Eroberern als Teil der normannischen Küstenfestungskette erbaut und von mehreren regionalen Baronen in der Zeit Edwards des I. erweitert und mehrfach von den Grafen oder Herzögen von Lancaster umgebaut. Sie liegt auf einem riesigen Erdhügel hoch über dem Fluss Gwendraeth. Die Torhäuser stammen aus dem frühen 14.Jahrhundert. Die Burg ist ein besonders gut gelungenes Beispiel für ein "walls in walls"-Verteidigungssystem. Einige Türme können erstiegen werden. Von dort hat man eine gute Sicht über die Burganlage und auf die Carmarthen Bay und in das Landesinnere. Der Besucher betritt die Anlage über eine Holzbrücke und gelangt durch ein riesiges Torhaus mit tiefem Verlies in das Burginnere. Dem Fotografen bietet sich ein schönes Motiv vom tief gelegenen Flussufer auf die hoch gelegene Burg.



Blick vom Torhaus über die Burg


Das Innere der Burg

Anreise: Auf der M4 in Richtung Carmarthen. Der Weg führt über die Abfahrt 48 nach Llanelli und über die A484 und Burry Port nach Kidwelly. Ganz in der Nähe liegt in der Gemeinde Ferryside das Heniarth-Gestüt. Kidwelly liegt rd.15 km von Carmarthen entfernt.

Das "Museum of Welsh Life, St. Fagans"
Es zählt zu den größten Freilichtmuseen Europas und zeigt, wie die früheren Bewohner von Wales in den letzten 500 Jahren lebten, arbeiteten und ihre Freizeit verbrachten. Seit seiner Errichtung im Jahre 1948 hat das Museum Generationen von Besuchern über die Geschichte von Wales und die walisischen Traditionen informiert. Das Museum steht auf dem Gelände des St. Fagans Castle, einem elisabethanischen Adelshaus, um 1570 errichtet, das der dritte Earl of Plymouth 1946 dem walisiser Nationalmuseum mit der Auflage geschenkt hat, dort ein Volkskunstmuseum zu errichten.
Hinweis zum Museum

Das "Museum of Welsh Life", St.Fagans

In der vier km² großen Parklandschaft stehen neben einem Celtic Village über 30 historische Gebäude, die aus den verschiedenen Landesteilen hierhin gebracht und neu wieder aufgebaut worden sind, um den Walisern zu zeigen, wie ihre Vorfahren vom 16.-19. Jahrhundert lebten.
So finden die Besucher u.a. neben alten Wohn- und Farmhäusern ein Zollhaus (Tollhouse aus 1772), die St Mary`s Board School aus Lampeter (1880-1916), die Pen-Rhiw Chapel aus Drefach Felindre (aus 1777), eine von Wasser getriebene Getreide-Mühle (aus 1852), eine "Wollen Mill" (zur Weiterverarbeitung von Schafswolle aus 1760), eine Sägemühle (Sawmill aus 1892) und mehrere kunstgewerbliche Läden, wie auch eine Hufschmiede, eine Stellmacherei, eine Sattler- und Böttcherei und eine Töpferei. In den Häusern finden sich aus verschiedenen Epochen Ausstellungen von Bekleidungsstücken (Costume and Textile Gallery) und den Dingen des täglichen Lebens, außerdem Haustiere in Ställen und im Freilauf (Hühner, Gänse, Schweine usw.), wie sie früher gehalten wurden.
Blick vom St.Fagans Castle
auf einen der Teiche




Neben dem Adelshaus
liegen mehrere Gärten




Die Rosengänge

Das Herrenhaus
Für uns war der schönste Teil der Anlage jedoch das alte Adelshaus. Auf verschiedenen Ebenen liegen im Tal mehrere große Teiche hintereinander, teilweise waren sie mit herrlichen Wasserblumen bedeckt. Zu dem Herrenhaus stiegen wir über mehrere Treppen hinauf, und von jeder Ebene blickten wir tief hinunter auf die Wasserlandschaft oder in die vielfarbigen Rosengänge, die sich unterhalb des Hauses in halber Höhe am steil abfallenden Hang entlang ziehen. Auf der obersten Ebene empfingen uns dann weitere in typisch englischer Manier aufgemachte weiträumige Gärten, alle in gelungener englischer Architektur mit Springbrunnen, herrlichen schmiedeeisernen Geländern und leuchtenden Blumen. Hier hätten wir es gut länger aushalten können. Wegen Renovierungsarbeiten konnte das Haus leider nicht besichtigt werden.

Anreise: Auf der M4 an der Ausfahrt 33 auf der A4232 nach Süden. Der Weg zum Museum ist gut ausgeschildert, der Eintritt ist frei. Ein großer Parkplatz steht zur Verfügung.

Das "Coal Mining Collections Centre"
von Nantgarw


Türschild des Museums

Die "National Museums & Galleries of Wales" bestehen aus:
- dem "National Museum & Gallery" in Cardiff
- dem "Roman Legionary Museum" in Caerleon
- dem "Big Pit: National Mining Museum" in Blaenafon
- dem "Museum of Welsh Life, St. Fagans"
- dem "Museum of the Wollen Industrie" in Dre-fach Felindre
- dem "Segontium Roman Museum" in Caernafon (Geschichte der römischen Besetzung)
- dem "Welsh Slate Museum" in Llanberis (Schiefer-Industrie)
- dem "National Waterfront Museum" in Swansea (Geschichte der Schifffahrt).

Auf der Suche nach Informationen über die walisischen "pit ponies" bzw. "colliery horses" (Grubenpferde) hatten wir im Jahre 1995 das Welsh Industrial & Maritim Museum in Cardiff besucht. Dieses Museum war Teil des großen walisischen National-Museums. Im Jahre 1998 wurde das Welsh Industrial Maritim Museum in Cardiff geschlossen und über 2000 große Ausstellungsstücke verbrachte man zu dem neuen Collections Centre in Nantgarw, einer kleinen Stadt nördlich von Cardiff. Im Jahre 2002 folgten die kleineren Archive wie Fotos, Bücher etc. Im Industriegebiet dieser Gemeinde entstand das Sammellager des Department of Industry des National-Museums & Galleries of Wales (NMGW) und des National Mining Museums of Wales (NMMW), des Big Pit, Blaenafon, Torfaen.

Der Neubau des Coal Mining Collections Centre in Nantgarw, Foto: Wales
Enttäuschung
In dem Gebäude in Nantgarw hatten wir uns mit dem Curator der Coal Mining Collections Mr. Cerys Thompson, BA, und dem Curator für die Photographic Collections Mr. Peter Bennett verabredet. Mr. Thompson zeichnet für alle bergbaulichen Sammlungen (insgesamt 14) verantwortlich, inklusive der über 7900 Titel und Schriften umfassenden Bücherei, und Mr.Bennett verwaltet über 5500 einschlägige "Kohle-Fotos". Nach freundlicher Begrüßung begannen wir die Sichtung der Fotografien, auf denen walisische "Pit Ponies" bei ihrer Arbeit Unter- und Übertage dargestellt waren. Die Fotos waren auf großen steifen DIN-A4 Bögen vorbildlich katalogisiert und mit Quellenangaben archiviert, usw. Ich fand einige der Fotos wieder, die ich noch 1995 in Kästen des Archivs in Cardiff vorgefunden hatte. Die Stunde der Wahrheit folgte dann, als wir das Gespräch auf die Überlassung von Copyright-Rechten lenkten. Beide verwiesen auf die vorgeschriebenen Preise, und die waren wegen ihrer Höhe für mich völlig unakzeptabel. So bleibt es leider dabei "Only German photographs of pit ponies for our publications". Wir konnten nur einige Kopien von Fotos und Texten herstellen. Unverrichteter Dinge zogen wir wieder ab. Unter den Fotos waren schon hervorragende Stücke, die ich gern weiter verwendet hätte.

Das "Nantgarw China Works"-Museum

Der Brennofen im
Nantgarw China Works Museum

Vom talwärts gelegenen Roundabout führte uns der Weg schnell zu dem kleinen "Nantgarw China Works"-Museum. Hier ist in mehreren Vitrinen feines bemaltes Porzellan ausgestellt, das in den frühen Jahren des 19.Jahrhunderts in den hinter dem Gebäude liegenden früheren Arbeitsstätten hergestellt worden ist. Dort fanden wir auch noch den historischen Brennofen. Die Blütezeit dieses anspruchvollen Handwerks hat wegen der übermächtigen Konkurrenz von außerhalb in Nantgarw nur wenige Jahre gedauert. Das Museum wird gern von Schulklassen besucht, die hier in der Werkstatt unter Anleitung von kundigen Museumsangestellten selbständig Figuren aus Keramik herstellen.


Pontypridd, früher industrieller Mittelpunkt

Nördlich von Cardiff, an der A470, am Zusammenfluss von Taff und Rhondda, liegt Pontypridd, früher der industrielle Mittelpunkt von Mid Glamorgan. Im Jahre 1756 wurde von William Edwards eine einbögige Steinbrücke über den River Taff gebaut, die für das folgende Jahrhundert die längste Brücke dieser Art in Europa bleiben sollte. Sie bildet auch jetzt noch ein Wahrzeichen für die Stadt und wurde im Jahre 1997 repariert und restauriert.

Die Stadt hat eine interessante Industriegeschichte. Die Blütezeit der Stadt begann 1794 mit der Inbetriebnahme des Glamorganshire Canals von Merthyr nach Cardiff. In Merthyr wurde das beste Eisen der Welt gewonnen und Pontypridd ermöglichte einen leichten Zugang zur guten Kohle. Diese beiden Faktoren begründeten in erster Linie diesen Industriestandort. Im Zuge des Zusammentreffens von Eisen und Kohle entwickelte sich am Anfang des 19.Jahrhunderts in Ponytpridd ein Zentrum für die Herstellung von Schiffs-Trossen und Anker für die Kriegs- und Handelsmarine, und für die Eisenbahnindustrie. Es entstanden Gießereien. Nur eine Meile südlich der Stadt, in Treforest, befand sich eine der größten Industriebetriebe Englands für die Herstellung von Zinn-Blech.
Bummel in Pontypridd

Die Kohle-Industrie prägte Landschaft und Gemeinden
Von 1850-1950 prägte jedoch die Kohle-Industrie Landschaft und Gemeinden. Ab 1830 hatte sich in den Tälern diese auf Export orientierte Industrie entwickelt. Lebten um 1860 in den beiden Kohle-Tälern Rhonda Fach(A4233) und Rhonda Fawr(A4061) nur rd.3000 Menschen, so war dort 50 Jahre später ihre Zahl auf über 150 000 explodiert. Von 1870-1910 stieg in den beiden Tälern die Kohle-Produktion von 1,2 Millionen Tonnen auf 8,7 Mio Tonnen. Diese Kohlemengen durchliefen auf Zügen den Knotenpunkt Pontypridd auf ihrem Weg nach Cardiff und Barry. Im Boomjahr 1913 gab es in Süd-Wales 620 Zechen mit 233 000 Bergleuten...(nach Sager, a.a.O., S.127ff.).

  • Wie in Deutschland reduzierte sich jedoch besonders in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts immer stärker der Bedarf an Kohle. "1947, im Jahr der Verstaatlichung des britischen Kohlenbergbaus, gab es in Süd-Wales noch rd.200 Zechen. 1913 produzierten die Südwaliser Zechen 57 Mio to Kohle, ein Fünftel der gesamten britischen Kohle-Produktion. 1983 förderten sie nur noch 7 Mio to, weniger als 1850...Im Krisenjahr 1984 waren ...28 Zechen mit knapp 24 000 Bergleuten übriggeblieben.. Mit einem Defizit von 400 Mio Mark im Jahr (1984) sind die waliser Gruben die unprofitabelsten in ganz GB. Waliser Steinkohle, im Zeitalter der Dampfloks und Dampfschiffe als beste "steam-coal" gerühmt, wurde erst vom Öl verdrängt, dann von billigerer Kohle..."(Sager, a.a.O., S.131).
In der Folge der Zechenschließungen kam es zum Verfall der alten Kohle-Kultur: allgemeine Verarmung und Wegzug der Bevölkerung waren die Folgen. Trotz Ansiedlung neuer Industrien ist dieser Niedergang auch heute im Stadtbild deutlich zu spüren. Statt Aufschwung, öffentlich sichtbare Depression: keine strahlende Einkaufsstraßen und glänzende Häuser- und Geschäfts-Fassaden, stattdessen Discounter an jeder Straßenecke und zahlreiche Fast-Food-Geschäfte jeder Art. An vielen Gebäuden blättern Farbe und Putz von den Wänden, Elektrostrippen baumeln frei in der Luft...

Anreise: Von der M4, Abfahrt 32, auf der A470 nach Norden in Richtung Merthyr Tydfil


Carmarthen

Frühere Hauptstadt der Grafschaft von Dyfed, ist auch heute noch das Verwaltungszentrum von Südwest-Wales. Von der Stadtbrücke aus fällt der Blick auf das hochgelegene Castle und die County Hall in der Oberstadt. In leichter Kurve geht es dort hinauf, und von der Burgruine und dem hochgelegenen Parkplatz der Bezirksregierung öffnet sich eine schöne Aussicht auf den im Tal fließenden Fluss Towy, der bei Ferryside in die südlich gelegenen Carmarthen Bay mündet. Carmarthen nennt sich die älteste Stadt von Wales. Sie lag an einem strategisch wichtigen Platz alter Handelswege, und ihre Anfänge reichen bis in die normannischen und römischen Zeiten zurück. Aus diesen Anfängen stammt die alte Burgruine, die mit ihrem riesigen Torhaus und hohen Mauern direkt neben dem Regierungssitz nicht zu übersehen ist.


Am Nott Square,
mit einem Turm des C.Castle
Neues und Altes
Carmarthen ist das Handelszentrum von Südwest-Wales mit alten und neuen Geschäften (Greyfriars Shopping Street), Indoor- und Outdoor - Märkten, vielen Schulen und Kollegs und weiteren Bildungs- und den üblichen Freizeit-Einrichtungen (w.z.B. nationaler Bücherei/Sportanlagen). Mit ihrer verkehrsgünstigen Lage, der Town- und County-Verwaltung, erfüllt die Stadt alle Bedingungen, die heute an ein modernes Industrie- und Dienstleistungszentrum gestellt werden. Neben der modernen Infrastruktur findet man natürlich alte Kapellen und Kirchen (wie St.David, St.Peter), ein klassizistisches Rathaus, 1767 erbaut, und mehrere georgianische Häuser in der King- und Quai-Street. Dazu kommen schöne alte Plätze, wie der Guildhall Square (Platz vor der Halle der Zünfte) mit dem Courthouse (Gericht) und der Nott Square.


Das Court House auf dem Guildhall Square
Carmarthen, walisisch Caerfyrddin, ist die Stadt Myrddins, der mythische Ort des Magiers Merlin (Myrddin ist der alternative Name für Merlin).Von Carmarthen führte uns der Weg zum Welsh-Cob-Gestüt "Gwynfaes"von Dianne und Meirion Davies in Cynwyl Elfed.

"Brecon Beacons National Park"


 
Hinweis Brecon Beacons

Auf unseren Wales-Reisen, die ja immer ihren Höhepunkt mit dem Besuch der Royal Welsh-Schau in Builth Wells finden, nehmen wir meistens die Anfahrt von Süden über die Abfahrten 25-32 von der M4. So gelangen wir durch die Kohle-Täler und den Nationalpark nach Norden. Jedes Jahr genießen wir bei der Fahrt durch die Bergwelt das typische walisische Panorama: die tiefen Täler, die grünen Wälder und die kniehohe Vegetation, die sich hoch in den blauen Himmel hinaufschwingt. Leider wurden die einheimischen Eichen und anderen Laubbäume durch schneller wachsende Nadelbäume ersetzt, sodass an nicht wenigen Stellen der ursprüngliche Charakter der Landschaft verändert hat.

Der Brecon Beacons National Park wurde 1957 gegründet und umfasst rd.1345 km². Im Osten wird er begrenzt von den Black Mountains (bis 800 m hoch) - hier haben wir vor einigen Jahren nicht weit von Talgarth das Revel-Gestüt besucht - in der Mitte stehen die verschiedenen Höhen der Brecon Beacons - im Westen liegt wiederum ein Black Mountain, dessen höchste Erhebungen eine Höhe bis 600 m erreichen - und im Norden begrenzen den Park die Höhen des Mynydd Eppynt, die wir gern auf der Nebenstrecke B4520 von Brecon nach Builth Wells durchfahren.

Regelmäßig legen wir in Brecon, dem beliebten Ferien- und Ausflugsort, eine Pause ein, besuchen die Brecon Cathedral oder das Brecon Castle. Wir bummeln durch die kaum 10 000 Menschen zählende Stadt, erfreuen uns an den georgianischen Häusern und den oft mit leuchtenden Blumengebinden geschmückten Laden- und Hotelfassaden aus der Zeit der Königin Victoria.


Neben der Brecon Cathedral
gibt es noch die St.Marys Church

Das George Hotel ist für gute Mahlzeiten und angenehme Übernachtungen zu empfehlen.


Blick von Dukes Hill auf die Abhänge des Mynydd Eppynt

In Dover Blick über den Yachthafen
An einem späten Nachmittag Ende Juli verließen wir wieder die schöne Insel. Unvergesslich der Blick vom Schiff: in sinkender Abendsonne, Dover Castle.

Dover Castle in der Abendsonne

Literatur
Sager, Peter, Wales, Literatur und Politik, Industrie und Landschaft, Köln 1985, S.124-136, S.152-153, S. 226

http://www.touristnetuk.com/Wa/cardiff/attractions
http://www.nmgw.ac.uk
http://www.cadw.wales.gov.uk
http://www.pitponies.co.uk
http://www.pontypriddmuseum.org.uk/town
http://www.castlewales.com/carmarth.html
http://www.brecon.co.uk
http://www.brecon-beacons.com