Auf ein Wort (1)
www.welsh-pony.de
von Eberhard Holin
Am Samstag, dem 27.03.2004, hat in Vorbereitung der Delegiertenkonferenz 2004 der IG Welsh eine Vorstands- und Beiratssitzung der IG stattgefunden. Auf dieser Sitzung beschäftigte sich das Gremium u. a. mit dem Thema "Die Regionalgruppen im Internet".

In der Diskussion zu diesem Punkt übte Joachim Clement, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der IG, erneut und in mehreren Durchgängen Kritik an der Praxis der Regionalgruppe Hannover, unsere Website www.welsh-pony.de für ihre Terminangaben etc. in Anspruch zu nehmen. Ich verzichte darauf, die Einlassungen des Herrn Clement im Einzelnen wiederzugeben. Gleichwohl möchte ich zu diesem Vorgang einige Bemerkungen und Feststellungen treffen.

  1. Mitgliedern der IG Welsh und vielen Besuchern unserer Website ist bekannt, dass www.welsh-pony.de vom Vorstand der IG nicht nur als Konkurrenz-Veranstaltung zu ihrer eigenen Homepage, sondern vielmehr als ungemein lästiger und ärgerlicher Stachel im Fleisch der IG erlebt und empfunden wird. So übt sich seit längerem besonders Joachim Clement in massiver Kritik an unserer Seite. Er berichtet u.a., dass er ständig Hinweise von Anrufern erhalte, die ihn darauf hinweisen, dass unsere Seite der Rasse Welsh schade. Außerdem gibt er IG-Mitgliedern Empfehlungen, wie sie nach seiner Auffassung ihr persönliches Verhältnis zu mir gestalten sollten. Auch die Frau unseres Vorsitzenden stilisiert sich zur kompetenten Kritikerin unserer Web-Präsenz. Das auf unserer Seite praktizierte Niveau macht ihr ungemein zu schaffen. Wo Niveau-Fragen angesprochen werden, steht natürlich auch Kerstin Dötschel, die Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit der IG, nicht abseits. Auch sie leidet nach eigenem Bekunden unsäglich unter dem niedrigen Niveau unserer Seite, und deshalb hat sie ihre Teilnahme an unserem Gesprächsforum eingestellt. Auch Frau Hoffahrt, die Zuchtexpertin unserer IG, reagiert nicht, wenn auf unserer Seite Kritik formuliert wird und sie im Mittelpunkt dieser Kritik steht. Kritik wird totgeschwiegen. Der Grund für dieses Verhalten ist klar: Es könnte ja jemand noch mal nachsetzen und erneut auf eine Erwiderung reagieren. Im Gegensatz zu Welsh aktuell ist auch in Zukunft auf www.welsh-pony.de immer Platz und Gelegenheit zur mehrfachen Erwiderung und Gegenrede.

  2. Wer Niveau-Fragen zum Gegenstand der Diskussion macht, muss sich gefallen lassen, dass er selbst mit der Latte gemessen wird, die er bei anderen anlegt.
Zunächst zu Joachim Clement
Die von ihm in Welsh aktuell, Ausgabe v.16.Juni 03, 8 Jhg., S.16-18, vorgestellte Befragung erfüllt in keiner Weise Mindestanforderungen, die an eine Datenerhebung bzw. Daten-Analyse gestellt werden. Was soll man von der Aussagekraft und vom Niveau einer Mitgliederbefragung halten, wenn in der Auswertung der Untersuchung weder der Name des Autors, der diese Umfrage konzipiert hat, noch eine Information über die Zahl der ausgegebenen und die Anzahl der zurückgegebenen und ausgewerteten Fragebögen gegeben wird?
  • Wieviel unserer Mitglieder haben sich an der von Joachim Clement vorgestellten Untersuchung beteiligt?
  • Wieviele unserer Mitglieder haben ihre Mitwirkung an der gemachten Umfrage verweigert?

Die Antworten auf diese Fragen bleiben im Dunkeln. Wer kann da Auskunft geben? Joachim Clement gibt sie in seinem Bericht nicht. Warum nicht? Haben sich so wenige IG-Mitglieder an dieser Befragung beteiligt, dass er diese Angaben scheut? Welche Aussagekraft besitzen deshalb seine Feststellungen und Schlussfolgerungen, obwohl diese Basiswerte fehlen? Eine statistische Analyse, die diese Angaben nicht enthält, ist sinn- und wertlos.

Ein Beispiel
(Nur) Zwei Fragen der Untersuchung beschäftigen sich mit den IG Welsh-Medien und der Medienpolitik der IG.

Die Frage 18 wurde so formuliert:

"Welche Informationen nutzen sie regelmäßig?"
Das Ergebnis lautet:
30% Jahrbuch, 30 % Welsh aktuell, 20 % Internet, 20 % Magazine

Die Frage 19 heißt:
"Werden Sie durch die IG Welsh ausreichend informiert?"
Das Ergebnis:     80% sagen Ja, 20% sagen Nein.

Wenn nur 30% (wie viele unserer Mitglieder sind das?) das Jahrbuch regelmäßig lesen (was heißt regelmäßig?) und 80% (von welcher Menge) sich nur "ausreichend"(?) informiert fühlen, dann sollte Herr Clement seine Rohdaten offenziehen, damit wir seine abenteuerliche Schlussfolgerung nachvollziehen können:

"Sehr positiv werden unsere Welsh-Medien Jahrbuch, Welsh aktuell
sowie Internet aufgenommen."

In seiner Zusammenfassung kommt J. Clement tatsächlich zu dieser Feststellung, und diese basiert auf den o.g. Daten. Soll hier was schön-geredet werden?

Die Erstellung eines Fragebogens, dessen Zielsetzung darin liegt, Probleme zu erhellen, um aus den gegebenen Antworten die entsprechenden Schlussfolgerungen zu gewinnen, ist eine schwierige und zeitraubende Angelegenheit. Treffen z.B. die formulierten Fragen die tatsächliche Realität oder handelt es sich um Suggestiv-Fragen, die der Fragesteller benötigt, um ganz persönliche politische (eigennützige) Ziele zu verfolgen? Ist der Fragesteller überhaupt ernsthaft an der Lösung bestimmter Probleme interessiert, oder will er den Fragebogen nur als Instrument benutzen, um sich in den Antworten bescheinigen zu lassen, wie toll er und seine Umgebung in der Vergangenheit gearbeitet haben?

Bei der Bewertung einer statistischen Untersuchung und ihrer Ergebnisse sollte immer hinterfragt werden, welche persönlichen Interessen hat der mit der Auswertung und Analyse Beschäftigte am Untersuchungsergebnis? Eine Befragung, die ein Geschäftsführer für seinen Aufgabenbereich selbst konzipiert, deren einzelne Fragen er selbst formuliert, deren Ergebnisse er selbst interpretiert und deren Schlussfolgerungen er selbst formuliert, und dann auch noch unter seinem Namen publiziert, wie soll man die bewerten?