Gedankt wird im Advent
von Eberhard Holin
Rolf Paffrath aus der IG Welsh ausgetreten
Vorsitzender der Regionalgruppe Rheinland von 2000 bis 2005

Auf der gemeinsamen HP von Frau Hillmann und Frau Albrecht findet sich mit Datum vom 19.Oktober folgender Eintrag von „Prince“:
„Hallo, aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahl an der Herbstversammlung der Regionalgruppe Rheinland am 16.10.05 dürfte noch nicht allzu vielen bekannt sein, dass Rolf Paffrath sein Amt als Regionalgruppenleiter niedergelegt und sich ab dem 31.12.05 aus der IG Welsh zurückziehen wird. Ich bin über seine Entscheidung sehr traurig und möchte mich auf diesem Wege nochmals für seinen Einsatz bedanken. Er hat sich meiner Meinung nach bemüht, jedem gerecht zu werden und gelungene Veranstaltungen zu organisieren. Da – wie oben erwähnt – sehr wenige Mitglieder die Gelegenheit hatten, sich von Rolf zu verabschieden, fände ich es schön, wenn man ihm auf diesem Wege vielleicht noch ein paar nette Worte/Zeilen zukommen lassen könnte (gell Tomick). Ich wünsche ihm auf alle Fälle alles Gute und hoffe trotzdem auf ein baldiges Wiedersehen!“

Unter dem Datum 16.10.2005 steht auf der HP von Frau Albrecht geschrieben:
„Da Rolf die IG-Welsh verlassen hat, leite ich nun kommissarisch die IG-Welsh Regionalgruppe Rheinland bis zu den Neuwahlen im Herbst 2006.“
Ein kurzer Hinweis über die kommissarische Übernahme der Leitung der Regionalgruppe Rheinland ist auch auf der HP der IG Welsh zu lesen.

Nun sind seit der Regionalversammlung vom 16.Okt. bis heute drei Wochen vergangen. Der Anregung von „Prince“, Herrn Paffrath für seine geleistete Arbeit zu danken, ist bislang niemand weder auf der HP der IG, noch auf den anderen o.g. HPs nachgekommen. Kein Mitglied der Regionalgruppe Rheinland hat sich bislang „dankend“ geäußert (außer Prince), auch nicht die, die in den letzten Jahren mit Rolf Paffrath eng zusammengearbeitet haben, wenn es darum ging, die offiziellen Termine der Regionalgruppe Rheinland abzuarbeiten und zu gestalten, wie Regionalschauen, offizielle Sitzungen der IG-Gremien, Einsatz auf der Equitana usw... Aber jetzt ist ein „Dankeschön“ für die Adventsausgabe angekündigt. Mit Datum vom 04.11.05 ist zu lesen:
„Hallo Prince! Ich werde für das nächste Welsh-aktuell einen entsprechenden Beitrag verfassen. Ich habe bereits versucht damit anzufangen, allerdings liest es sich immer wie ein Nachruf. Bin aber zuversichtlich, dass es noch was wird,“ Antwort Tomick.

Nun hat Herr Paffrath nicht nur vorzeitig seine Funktion als Regionalvorsitzender niedergelegt (bis zur Neuwahl hätte er noch ein Jahr vor sich gehabt). Nach Feststellung seiner kommissarischen Nachfolgerin ist er auch aus der IG Welsh ausgetreten, ein deutliches Zeichen, wie sehr sich Rolf Paffrath brüskiert und verletzt fühlt.

Die Familie Paffrath hat sich in den vergangenen 10 Jahren stark für die Rasse Welsh und die IG engagiert. Ein deutliches Zeichen für das Engagement Herrn Paffraths und seiner Familie ist sein Leserbrief „Was tut die IG Welsh denn für ihre Mitglieder?“, Welsh aktuell, Dez. 2004, S.35-36. Es sei auch an die gerittenen Schaubilder (Fahrschule) erinnert, die Tochter Isabell z.B. auf der Equitana Open Air mit ihren Pferden publikumswirksam vorgestellt hat. Außerdem hat die Familie Paffrath als Aussteller zahlreiche Welsh-Schauen etc. erfolgreich besucht. Zuletzt war sie auf der Regionalschau Weser-Ems und auf der Bundesschau anzutreffen.

Was ist passiert,
dass sich Rolf Paffrath nicht nur von seiner Funktion, sondern auch aus der IG schriftlich verabschiedet hat? Der äußere Anlass ist die Verweigerung der Anstecknadel von Seiten der IG für die 10-jährige Mitgliedschaft in der IG für die Tochter Isabell. Auf dem Antrag für die Familienmitgliedschaft haben nur die Namen der beiden Eltern gestanden, aber nicht der Name der Tochter. Folglich steht der Tochter keine Anstecknadel zu, so die IG Welsh.
Im Klartext heißt das: Isabell Paffrath ist kein Mitglied der IG, weil ihre Eltern bei ihrem Mitgliedsantrag ihren Namen nicht aufgeführt haben. Sie durfte in den vergangenen Jahren wohl auf IG-Schauen etc. als Werbeträger für die Rasse Welsh und die IG in Erscheinung treten, aber Mitglied ist sie nach IG-Auffassung nie(!) gewesen. Gleichwohl sind die Eltern über 10 Jahre hinweg von der Annahme ausgegangen, dass durch ihren Antrag auf „Familienmitgliedschaft“ auch die IG-Mitgliedschaft ihrer Tochter abgedeckt und begründet worden ist.

Es stellen sich folgende Fragen:
  • Hat die IG bei Antragstellung und bei Entgegennahme des Antrags auf eine Familienmitgliedschaft die Antragsteller darauf hingewiesen, dass unbedingt alle Familienmitglieder namentlich auf dem Antrag aufzuführen sind, für die eine Mitgliedschaft erwünscht ist? Nach alter und neuer Satzung der IG entscheidet der Vorstand über den Aufnahmeantrag (§3 Abs.4).
  • Konnten nicht beide Elternteile im guten Glauben davon ausgehen, dass ihr Familienantrag auch für ihre damals erst 13-jährige Tochter gelten würde? Umfasst der Familienbegriff gemeinhin nicht auch vorhandene Kinder?
  • Warum ist bei der IG-Geschäftsstelle erst bei Vergabe der „Treue-Nadel“ aufgefallen, dass Isabell Paffrath nach IG-Auffassung kein IG-Mitglied ist?
  • Hat Isabell Paffrath für die Ausstellung ihres Cs Nobleness T. J. auf der diesjährigen Bundesschau erhöhte Nenngebühren für Nichtmitglieder bezahlt, oder ist sie in dieser Sache von der IG als IG-Mitglied behandelt worden? Lt. Bundesschau-Ausstellungskatalog ist Isabell Besitzerin dieses Pferdes.
  • Welche Schritte sind von IG-Seite unternommen worden, um die IG-Mitgliedschaft von Isabell Paffrath in einer „Goodwill-Tour“ zu retten, um ihr Engagement für die Rasse Welsh und für die IG Welsh auch für die Zukunft sicherzustellen?
    Wurde in ihrem Fall unter Verweis auf den Gleichheitsgrundsatz mit einer formalrechtlichen Begründung „Da könnte ja jeder kommen“, die Frustration der Betroffenen und der Austritt des Vaters achselzuckend in Kauf genommen?
  • Wo ist im Schrifttum der IG über die präzisen Regularien „Familien- und Zuchtgemeinschaften“ zu lesen?