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Zum zweiten Mal „Fahrprüfungen“ beim Rolinck-Cup
Jürgen Schücker und Karl-Heinz Wanstraht siegten
Welsh-B-Ponys vorn
Text und Fotos von Eberhard Holin
Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem letzten Jahr hatten die Veranstalter des Rolinck-Cup (Halle Münsterland in Münster) für Großpferde-Zweispänner und Pony-Vierspänner erneut als "Publikumsmagnet" jeweils zwei Umläufe durch einen anspruchsvollen Hindernisparcours der Kl. S ausgewiesen. Nach einer international ausgeschriebenen Springprüfung der Kl. S, sollten die Fahrprüfungen erneut der glanzvolle Höhepunkt der Abendveranstaltung werden. Die gefahrenen Zeiten der beiden Umläufe wurden jeweils addiert und die erzielten Strafpunkte in Strafzeiten umgerechnet. Die Endplatzierung erfolgte dann entsprechend der erreichten Gesamtzeit.

Erneut hatten die Veranstalter einen guten Griff getan, als sie durch die Hinneinnahme der Fahrprüfungen den Zuschauern das nötige Kontrastprogramm servierten. Bis auf den letzten Platz waren in der Abendvorstellung am Freitag die Tribünen gefüllt, als die Teilnehmer des hochkarätigen Starterfeldes in die festlich geschmückte Halle Münsterland fuhren. Eine unglaublich erwartungsvolle und heitere Atmosphäre schlug den gut aufgelegten Fahrer entgegen.


Jürgen Schücker siegte bei den Großpferden-Zweispännern
Zweispänner-Großpferde

Wie im letzten Jahr eröffneten die Großpferde-Zweispänner den Reigen. Im ersten Durchgang starteten sie in der Reihenfolge Heinrich Kemper, FRV Wettringen e.V., Adolf Fischer, PSG Lähden e.V., Jürgen Schücker, RFV Südlohn-Oeding e.V., Andre Stiller RFV Neuwarmbüchen-Wietze und Carsten Moß, RFV Wietmarschen e.V. Diese Fahrer hatten sich zuvor auf mehreren Turnieren im Rahmen des Norddeutschen Super Cup für die Teilnahme am Rolinck-Cup qualifiziert. Zur Unterstützung der beiden westfälischen Fahrer Heinrich Kemper und dem Vorjahressieger Jürgen Schücker waren Hunderte von Schlachtenbummlern aus ihren Heimat-Vereinen und -Gemeinden per Bus gefolgt, die dann ihre Idole bei der Einfahrt in den anspruchsvollen Parcours entsprechend begrüßten. Im ersten Durchgang kassierten alle Fahrer Strafpunkte. Es ergab sich folgende Reihenfolge: Adolf Fischer, Andre Stiller, Heinrich Kemper, Jürgen Schücker und Carsten Moß. Unter nicht enden wollenden Anfeuerungsrufen der begeistert mitgehenden Zuschauerkulisse setzten dann die Fahrer ihr ganzes Können auf die letzte Karte mit dem Ergebnis, dass alle Fahrer erneut Strafpunkte kassierten, bis auf Jürgen Schücker, der gekonnt die Tore meisterte und ohne Fehlerpunkte als Sieger auch in diesem Jahr die Ziellinie passierte.


Andre Stiller kam auf den zweiten Platz

Carsten Moß vom RFV Wietmarschen e.V.

Endplatzierung:
1. Pl. Jürgen Schücker, 207,85 Sek. 2. Pl. Andre Stiller, 210,66 Sek. 3. Pl. Adolf Fischer, 214,15 Sek. 4. Pl. Heinrich Kemper, 220,38 Sek. 5. Pl. Carsten Moß, 221,46 Sek.


Die voll besetzte Halle Münsterland bildete den angemessenen Rahmen für die Vergabe der höchsten sportlichen Auszeichnung im Fahrsport.

Wegen 20 Top-drei Platzierungen wurde das "Goldene Fahrabzeichen" unter dem Jubel der Zuschauer an Heinrich Kemper und Jürgen Schücker verliehen.

Heinrich Kemper mit seinem Goldenen Fahrabzeichen
Vierspänner-Ponys auf schneller Tour

Drei Fahrer fuhren reingezogene Welsh-B-Gespanne:

Karl-Heinz Wanstraht
Bodethal`s Charlie Brown (Wohlberg`s Cello - M.v.Tetworth Crimson Lake),
geb.1998, B-Wallach, Züchter Lutz Mey, Großbrodungen/Thüringen), Bes. Dieter Höfs
Pedro (Patrik - M.v.Rubin), geb.1992, B-Wallach
Peppino (Gregory - M.v.Rubin), geb.1992, B-Hengst
Winnie Puuh, geb.1996, B-Wallach

Welsh-B-Ponys auf schneller Fahrt,
Karl-Heinz Wanstraht

Tobias Bücker
Chico B (Copper- M.v.Chameur), geb.1990, B-Hengst
Tack (Elphicks Facade, gnt. Titus - M.v.Askan), geb.1987, B-Wallach
Tivoli (Elphicks Facade, gnt. Titus - M.v.Eyarth Harlekin), geb.1999, B-Hengst,
Josef Blomendahl, Holdorf, Bes. Johannes Krone, Dinklage
Tizian (Elphicks Facade, gnt. Titus - M.v.Liverpool), geb.1994, B-Hengst,
Züchter/Bes. Johannes Krone, Dinklage

Tobias Bücker mit Welsh-B-Ponys

Tobias Bücker
inzwischen auch mit dem Silbernen Lohrbeerblatt ausgezeichnet

Dieter Höfs
Bettenakker`s Bodjar (Shamrock Secret Design), geb.1993, B-Wallach
Conway (Courage- M.v.Askan), geb.1997, B-Wallach
Thunderlate (Elphicks Facade, gnt.Titus x M.v. Weston Platinum), geb.1981, B-Hengst, Petra Grygoluk, Reinfeld, Bes. Dieter Höfs
Wohld Nelson (Nico x M.v.Pennwood Mujib), geb.1986, B-Hengst,
Züchter Bernd Bödecker, Bes. Bernhard Bücker, Emsdetten
Dieter Höfs vom LRFV Weil der Stadt u. U.

Martin Thiemann hatte seine westfälisch gezogenen Reitponys Ben, Nathan, Naxos, Sunny und Wilhelm Tischer seine vier Schimmel Balou, Marino, Merlin, Santos angespannt (alle ohne Angaben zur Abstammung).
Martin Thiemann mit seinen DR-Ponys
Karl-Heinz Wanstraht erneut strahlender Sieger
Besonders die Lokalmatadoren Tobias Bücker und Martin Thiemann wurden frenetisch von ihren Anhängern begrüßt. Aber auch Karl-Heinz Wanstraht konnte einen sehr herzlichen Empfang verbuchen.
Seit seiner grandiosen Vorstellung und seinem Sieg im letzten Jahr ist er auch für die westfälischen Pony-Freude kein Unbekannter. Seit 1993 fuhr er Großpferde-Zweispänner bis er 2001 als Fahrer die Welsh-B-Ponys von Wolfgang Berning/Herne übernahm. Bereits im Jahre Jahr 2004 hatte er besonders durch seine guten Erfolge in Geländeprüfungen auf sich aufmerksam gemacht. Dieser Trend verstärkte sich in der Fahrsaison 2005. Neunmal gehörte er zu den ersten Drei in Geländeprüfungen. Von Riesenbeck, Viernheim und Greven fuhr er als Sieger nach Haus.
Sieg für Karl-Heinz Wanstraht, Welsh-B-Ponys
Die Pony-Fahrer starteten im ersten Umlauf in der Reihenfolge Wilhelm Tischer, RFV Neu-Isenburg/Hessen, Tobias Bücker, RV Emsdetten/Westfalen, Dieter Höfs, LRFV Weil der Stadt u.U./Ba-Wü, Karl-Heinz Wanstraht, RFV Fürstenau/Weser-Ems und Martin Thiemann, RV St.Georg Saerbeck/Westfalen.
Welsh-B-Ponys auf großer Fahrt

Nach der Runde hatte sich das Feld wie folgt sortiert: 1. Pl. Karl-Heinz Wanstraht, 2. Pl. Tobias Bücker, 3. Pl. Wilhelm Tischer, 4. Pl. Dieter Höfs, 5. Pl. Martin Thiemann. Bis auf Karl-Heinz Wanstraht hatten sich alle Fahrer Strafzeiten durch die recht locker liegenden Bälle eingehandelt. In umgekehrter Reihenfolge ging es dann in die Endrunde. Durch ohrenbetäubende Beifallsstürme der Zuschauer und fetzige Musik wurden die Gespanne förmlich durch die 10 Tore getrieben. Als erster Fahrer ging Martin Thiemann in die Endrunde. Im letzten Jahr war er noch Zweiter im Finale gewesen. Doch auch auf dieser Fahrt sammelte er Strafzeiten. Dieter Höfs legte gleich einen ganzen Pfosten um. Unter frenetischem Jubel der Zuschauer ging Tobias Bücker auf die Reise. Dann kam Karl-Heinz Wanstraht. Mit unglaublichem Tempo passierte er alle Tore fehlerlos, und das bedeutete für ihn und seine Welsh-B-Ponys erneut den Gesamtsieg, wie im Vorjahr.
Mit stehenden Ovations und nicht enden wollenden Laola-Wellen während der Ehrenrunden bedankte sich das Publikum bei den Fahrern und den Veranstaltern für den gelungenen Abend.

Die Endplatzierung:
1. Pl.  K.-H. Wanstraht, 188,45 Sek., 2. Pl.  T. Bücker, 196,63 Sek., 3. Pl.  W. Tischer, 211,19 Sek., 4. Pl.  M. Thiemann, 222,51 Sek., 5. Pl.  D. Höfs, 242,53 Sek.

In der Gesamtrechnung lag Karl-Heinz Wanstraht mit den Welsh-B-Ponys um 19,40 Sekunden vor Jürgen Schücker mit dem Großpferdegespann von Bernhard Wigger, dem Ehrenvorsitzenden des RFV Südlohn-Oeding e.V. (Addition beider Umläufe, Zeit+Strafzeiten). Die Publikumslieblinge Pony-Vierspänner und Großpferde- Zweispänner sind aus dem Programm des Rolinck-Cup nicht mehr wegzudenken.

Auf der Veranstaltung wurde berichtet, dass die Ergebnisse der münsterschen Fahrprüfungen in einen neuen Indoor-Cup einfließen, den "Driver Indoor Challenge", der in den Abendveranstaltungen der kommenden Turniere in Bremen (23. - 26. Februar) und in Dortmund (9. - 12. März) ausgefahren wird.


Willhelm Tischer vom RFV Neu-Isenburg