Bericht  

Bemerkungen zur Statistik

Eingetragene Welsh-Ponys und -Cobs
bei den deutschen Zuchtverbänden
Text von Eberhard Holin

Vorbemerkungen

Im Folgenden sollen einige Informationen über die Verteilung der registrierten Stuten und Hengste der vier Welsh-Sektionen A, B, C und D gegeben werden. Die Basisdaten aus 2005 wurden auf Nachfrage von der FN am 13.03.2006 gern zur Verfügung gestellt. Für diesen Service besten Dank. Der Jahresbericht 2005 der FN wird erst Anfang Mai ausgeliefert. So konnten die dort zu erwartenden Daten nicht in diesen Text  eingearbeitet werden. eho

Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

  • Ist die Anzahl der bei den deutschen Zuchtverbänden eingetragenen Stuten und Hengste der Rasse Welsh weiter rückläufig?

  • Hat sich die sektionsspezifische Verteilung gegenüber den Vorjahren insgesamt   geändert?

  • In welchen Zuchtgebieten und bei welchen Sektionen sind deutliche Veränderungen gegenüber den Vorjahren zu  verzeichnen?

  In einem weiteren Artikel werden in Kürze mögliche Schlussfolgerungen

Die Basis-Daten

Diskussion der Daten

In der aktuellen Auflistung für 2005 sind entsprechend der Fusionierung der beiden früheren selbständigen Zuchtverbände Sachsen und Thüringen die Daten dieser beiden Verbände addiert. Es wird darauf  hingewiesen, dass die tatsächlich vorhandenen Welsh-Populationen in Deutschland wahrscheinlich geschätzte rd. 20 % größer sind als die angegebenen Basis-Daten, da ein Teil der aus der Zucht genommenen Tiere weiterlebt und ohne Registrierung für die Zucht entweder im Sport oder im Freizeitbereich Verwendung findet. Außerdem züchten mehrere deutsche Welsh-Züchter mit Tieren, die allein bei der WPCS registriert sind (Overseas-Papiere).

Veränderungen der letzten Jahre
Die im Diagramm Nr.1 und in der Tab.1 dargestellten Daten machen deutlich, dass in Summe bei den deutschen Zuchtverbänden in den letzten Jahren kontinuierlich eine Reduzierung der eingetragenen Bestände der Rasse Welsh stattgefunden hat, wenn auch in den letzten beiden Jahren in abgeschwächter Form. Von Dezember 1997 bis Dezember 2005 betrug die Bestandsreduzierung - 17,76 % (= 459 Tiere).

Zur Verteilung der Sektionen
Aus Diagramm Nr.2 wird ersichtlich, dass die schon länger über alle deutschen Zuchtgebiete hinweg bestehende prozentuale Verteilung der einzelnen Welsh-Sektionen untereinander  nahezu unverändert geblieben ist - bei Verlusten der tatsächlichen vorhandenen Kontingente.

Die Welsh-Bs bilden mit 41 % der Gesamtpopulation der Rasse Welsh und deutlichem Abstand die zahlenmäßig stärkste Sektion vor den Welsh-As mit 28 %, den Welsh-Ds mit 25 % und den Welsh-Cs mit 6 %.

Ende Dezember 2005 sind bei allen deutschen Zuchtverbänden 2126 Welsh registriert (1713 Stuten und 413 Hengste).

Verteilung der Bestände bei den einzelnen Zuchtverbänden
von 2003-2005

Die  Tab. 2 zeigt, dass Ende 2005 beim Pferdestammbuch Weser-Ems die zahlenmäßig größte Welsh-Population eingetragen ist (314 T.), gefolgt vom Ponyverband Hannover (269 T.), dem Ponyverband Hessen (208 T.), dem Pferdestammbuch Rheinland (205 T.) und Schleswig-Holstein/HH (191 T.). Die kleinsten Welsh-Populationen sind bei den Pferdestammbüchern Rheinland-Pfalz-Saar (82 T.), Baden-Württemberg (70 T.) und Mecklenburg-Vorpommern (42 T.) registriert.

Über die letzten drei Jahre hinweg vergrößerte sich in Weser-Ems der Bestand leicht auf 314 Tiere und in Baden-Württemberg geringfügig auf 70 T., ebenfalls in Sachsen-Thüringen auf 160 Tiere. Beim ZV für deutsche Pferde stieg die Zahl der registrierten Welsh gegenüber dem Jahr 2003 um 33 Tiere, d.h. um 36,67 %. Bei allen anderen Pferdestammbüchern und Ponyverbänden sank die Zahl der registrierten Welsh-Ponys und -Cobs, besonders stark im Rheinland (- 16 %), in Westfalen (- 15,3 %),  in Schleswig-Holstein/HH (- 13,8 %) und in Bayern(P) (- 24,47 %). Die großen Bestandsverluste beim bayerischen Ponyverband resultieren m.E. u.a. aus den dortigen überzogenen Eintragungsgebühren und der entsprechenden Werbekampagne von interessierter Seite.

Auch in den neuen Bundesländern haben sich die teilweise anfänglichen starken Aufwärtsentwicklungen nach der Wende nun auf  etwa gleichbleibendem Niveau eingependelt, wie in Sachsen-Anhalt und Sachsen-Thüringen, oder die Anzahl der eingetragenen Welsh hat abgenommen, wie in Berlin-Brandenburg (- 14,86 %) und Mecklenburg-Vorpommern (- 27,59 %).

Die Veränderungen bei den einzelnen Sektionen von 2003-2005
Deutliche Bestandsreduzierungen bei den Welsh-Bs, -Cs und -Ds

Die Betrachtung der Veränderungen bei den einzelnen Sektionen in dem genannten Zeitraum zeigen folgende Entwicklungen:

Bei den Welsh-As reduziert sich der Gesamtbestand (Stuten und Hengste) der eingetragenen Tiere von 2003 auf 2004 um 23. Von 2004 auf 2005 bleibt dieser Bestand mit 599 A-Ponys nahezu konstant. Im gleichen Zeitraum verringert sich die Anzahl der eingetragenen Welsh-Bs um 49 und im Jahr 2005 um weitere 9 Tiere. Bei den Welsh-Cs steigt zunächst die Anzahl der registrierten Stuten/Hengste, um dann im Verlauf nur eines Jahres von 2004 auf 2005 um 25 Tiere zu sinken, bei der kleinen C-Population eine gravierende Reduzierung.

Auch bei den Welsh-Ds kommt es zu deutlichen Reduzierungen, zunächst im Jahr 2004 um 28 Tiere und im Folgejahr um 34 Tiere, d.h. im Verlauf von zwei Jahren werden bundesweit 62 Welsh-Cobs aus der Zucht genommen, nach Angabe von betroffenen C- und D-Züchtern eine erklärliche Reaktion auf die schlechte Vermarktungslage (besonders bei nicht ausgebildeten Tieren).*

Die Anzahl der Hengste bleibt bei einigen Ausnahmen nahezu konstant. Diese geringfügigen Veränderungen sind nur unwesentlich und sollen daher nicht gesondert betrachtet werden. 

Veränderungen bei den Stutenbeständen

In den Stutenpopulationen spielen sich jedoch deutlichere Verschiebungen ab. Bei allen Sektionen kommt es insgesamt zu Reduzierungen der Anzahl der registrierten Stuten. Das Ausmaß dieser Absenkungen korrespondiert mit dem Rückgang der Bedeckungen

Die Stutenbestände reduzieren sich von 2003 auf 2005
bei den

  • Welsh-As um - 24 Tiere
  • Welsh-Bs um - 57
  • Welsh-Cs um - 24 (von 2004 auf 2005)
  • Welsh-Ds um - 66*

*Der Cob-Hengstbestand verringerte sich von 2003 auf 2004 von 101 auf 98 Tiere (-3 T.). Im Zeitraum von 2004 auf 2005 stieg die Zahl der eingetragenen Hengste von 98 auf 105 Tiere (+7 T.). Damit erhöhte sich die Anzahl der Hengste im genannten Zeitraum rechnerisch um 4 Tiere. Die Anzahl der Cobs betrug 62 Stuten/Hengste.

Veränderungen bei einzelnen Zuchtverbänden (Auszug)
Westfalen

Beim Pferdestammbuch Westfalen haben sich die Stuten-Populationen aller Sektionen
von 1998 auf 2005 kontinuierlich reduziert.

Änderungen bei den Welsh-Stuten
  • Welsh-As um - 37,5 0 %
  • Welsh-Bs um - 34,93 %
  • Welsh-Cs um - 60,00 %
  • Welsh-Ds um - 48,65 %.

Erstaunlich das deutliche Absinken der Stutenpopulationen bei den Welsh-As von 88 in 1998 auf 55 Stuten in 2005, und besonders bei den Welsh-Cobs von 74 in 1998 auf 38 Stuten in 2005, zumal die Welsh-Cob-Gestüte Bimberg/Hüggenberg/Unna-Lünern und Chery/Rosenthal/Siegen seit Bestehen der Welsh-Cob-Zucht in Deutschland zu den Zuchtstätten der Ersten Stunde gehören.

Trotz der Reduzierung des eingetragenen Welsh-A-Stutenkontingentes gibt es in Westfalen noch einige Welsh-A-Bestände, die auch für die Zukunft auf Zuwächse Hoffnung geben, wie z.B. das A-Gestüt von Monika Bock/Oberhausen, dessen A-Bestand z.Zt. aus 5 gekörten Hengsten und 11 Stuten besteht. Auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Oelde/Westfalen betreibt Markus Arnold seit 2003 einen "Erlebnispark".  Eine Säule dieses Projektes besteht aus dem Welsh-A-Gestüt "Vier Jahreszeiten", das inzwischen aus 20 Stuten/3 Hengsten und einer 15köpfigen Nachzucht besteht. Mehrere Tiere sind beim Welsh Stamboek(NL) eingetragen, wenige beim Westfälischen Pferdestammbuch.

Rheinland

Die beim Pferdestammbuch Rheinland eingetragenen Welsh-A-Stuten sanken nach einem Maximum von 47 Tieren in 2003 auf 38 in 2005. Dieser Abschwung hat sicher seine Ursache in der Übersiedlung des Three-B-Gestüts/Reipen/Zülpich nach Wales und der Reduzierung des Gestütsbestandes auf Bergisch Land/H.H.Jäger/Wermelskirchen. Durch die Etablierung der Welsh-A-Zucht auf dem Araber-Gestüt Al Najma/Knoch/Windeck (derzeitiger A-Bestand 5 gekörte Hengste/4 Stuten) wurde der allgemeine Aderlaß bei den As teilweise kompensiert. Das Gestüt Three Stars/Größchen/Meerbusch ist z.Zt. die größte rheinische Welsh-Zuchtstätte. Dort stehen aktuell 9 gekörte A-Hengste/8 Stuten, außerdem 6 gekörte Welsh-C-Hengste/9 C-Stuten und 1 D-Hengst/2 D-Stuten.

Die stärkste Bestandsreduktion verzeichnen im Rheinland die Welsh-B-Stuten von 126 in 1998 auf 51 in 2005. 75 Stuten des früheren Welsh-B-Bestandes wurden im Verlauf diese Zeitraums beim rheinischen Pferdestammbuch abgemeldet und aus der Zucht genommen.

Dieser Aderlass resultiert u.a. aus der Zuchtaufgabe einiger älterer Welsh-B-Züchter und aus der Konkurrenzsituation, die den Welsh-Bs aus der Reitpony-Zucht erwächst.

Der Bestand der D-Stuten hat sich im Vergleichszeitraum von 48 auf 39 reduziert, damit haben sich die Cob-Stutenkontingente in Westfalen und im Rheinland nahezu angeglichen. Bei den Welsh-Cs hat sich der Stutenbestand von 11 auf 22 verdoppelt.

Bekannte C-Zuchtstätten im Rheinland sind das Gestüt Three Stars (s.o.) und die C-Zucht Golden C von Michael Schmidt/Korschenbroich. Auf das C-Gestüt Glynteg/Blortz/Kalkar sei verwiesen.

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um  - 19,15 % (von 2003 auf 2005)
  • Welsh-Bs um  - 59,53 %
  • Welsh-Cs um  +100 %
  • Welsh-Ds  um - 18,88 %                         

Bayern(P)

Beim Bayerischen Ponyverband hat sich der Bestand an registrierten Welsh-A-Stuten von 1998 auf 2005 von 34 auf nunmehr 15 Exemplare verringert. Bei den Welsh-Bs sank die Zahl der eingetragenen Stuten von 115 um 45 Tiere auf nunmehr 70. Auch bei den Welsh-Cs ist der Stutenbestand von 16 auf 6 Tiere gesunken. Der Bestand bei den Welsh-Cob-Stuten ist nach einem Maximum von 44 Stuten Ende 2003 wieder auf das Niveau von 1998 mit 34 Stuten zurückgekehrt.

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um - 55,89 %
  • Welsh-Bs um - 39,14 %
  • Welsh-Cs um - 62,50 %
  • Welsh-Ds um - 22,73 % (von 2003 auf 2005)
Die erheblichen Verluste an eingetragenen Welsh-Stuten beim bayerischen Ponyverband resultieren u.a. aus den erheblichen Verbandsquerelen und der aggressiven Public Relation-Kampagne, die gegen die Pony- und übrigen Zuchtverbände der FN von privater Seite  aus  "bayerischem Stall" gefahren wird.

Hannover(P)

Beim Ponyverband Hannover ist der Bestand an registrierten Welsh-A-Stuten in dem 7jährigen Vergleichszeitraum von 70 Tieren um 11 auf 59 gesunken. Bei den Welsh-B-Stuten reduzierte sich der Bestand von 145 um 46 Stuten auf 99, eine erhebliche Reduzierung. Mit dieser Menge rangiert der Ponyverband Hannover dennoch hinter Weser-Ems immer noch an zweiter Stelle der  Rangierliste Welsh-B-Stuten aller anderen deutschen Zuchtverbände. Bei den Registrierungen der Welsh-Cs ist der Ponyverband nach einem Hoch von 17 Stuten in 2004 wieder auf den Bestand von 12 Stuten, dem Niveau von 1998 zurückgefallen. Der Bestand an eingetragenen Welsh-Cob-Stuten scheint sich bei rd. 50 Tieren zu stablilisieren.

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um - 15,72 %
  • Welsh-Bs um - 31,73 %
  • Welsh-Cs um - 29,42 % (von 2004 auf 2005)
  • Welsh-Ds konstant

Hessen(P)

Bei den Welsh-A-Stuten zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend um 4 Tiere von 2004 auf 30 Tiere in 2005. Damit tendiert die Entwicklung bei den A-Stuten wieder in Richtung des Ausgangsniveaus von 1998 mit 31 Stuten. Bei den Welsh-B-Stuten zeigt sich ein Verlust von 10 Tieren von 73 in 1998 auf 63 in 2005. Bei den Welsh-Cs sank die Zahl der Stuten nach einem Anstieg auf 24 Tiere in 2003 und 2004 wieder auf die Ausgangslage von 1998  mit 19 Stuten. Beim  Ponyverband Hessen liegt die Anzahl der eingetragenen C-Stuten hinter dem Rheinland an zweiter Stelle deutlich vor der Anzahl der registrierten C-Stuten bei den übrigen deutschen Zuchtverbänden.

Trotz des Verlustes von 10 Welsh-Cob-Stuten in dem 7jährigen Beobachtungszeitraum ist beim Ponyverband Hessen z. Zt. das größte Kontingent an Welsh-Cobstuten vor allen anderen deutschen Zuchtverbänden mit 68 Tieren registriert.

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um + 15,38 % (von 2004 auf 2005) 
  • Welsh-Bs um  - 12,83 %
  • Welsh-Cs um  - 20,48 % (von 2004 auf 2005)
  • Welsh-Ds um  - 12,83 %

Weser-Ems

Von 1998 auf 2005 ist die Anzahl der A-Stuten um 14 Tiere gestiegen. Dieser Anstieg hängt ohne Zweifel mit den züchterischen Aktivitäten des Welsh-A-Gestüts Leybucht zusammen, das inzwischen auch nach Frankreich, Polen und Österreich exportiert. In Weser-Ems steht sowohl die zahlenmäßig stärkste Population an eingetragenen Welsh-A-Stuten mit 111 Tieren als auch das größte  Kontingent an Welsh-B-Stuten mit 133 Tieren aller deutschen Zuchtverbände, obwohl sich auch in Weser-Ems die Zahl der B-Stuten von 1998 auf 2005 um 23 Tiere verringert hat.

Der Zuchtleiterin ist beizustimmen, wenn sie feststellt, dass die Welsh-A-Zucht - aber auch die Welsh-B-Zucht, Zus.vom Verfasser - das Aushängeschild der Pony-Zucht in Weser-Ems ist. Zu dieser bundesdeutschen Vorrangstellung hat sicher der  frühere Zuchtleiter Dr.Schön durch sein Engagement für die größenmäßig "kleineren" Welsh-Sektionen seinen Beitrag geleistet.

Die Welsh-C-Zucht spielt in Weser-Ems keine Rolle. Ende 2005 waren lediglich 2 C-Stuten registriert, aber kein C-Hengst. Inzwischen ist ein gekörter Welsh-C-Hengst in 2006 hinzugekommen (Standort Laer). Bis Ende 2005 hatte sich in Weser-Ems die Anzahl der Welsh-Cob-Stuten von 40 registrierten in 1998 um 18 Stuten auf 22 in 2005 verringert. Von den Ende 2005 registrierten 5 Cob-Hengsten ist inzwischen Triton verstorben und weitere Cob-Hengste wurden aus der Zucht genommen. 

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um +14,43 %
  • Welsh-Bs um - 14,75 %
  • Welsh-Cs um - 60 % (von 5 auf 2)
  • Welsh-Ds um - 45 %

Schleswig-Holstein/HH

Bei allen Welsh-Sektionen sind abnehmende Tendenzen zu verzeichnen (Tab.2, siehe oben).Mit 191 eingetragenen Welsh (150 Stuten/41 Hengste) aller Sektionen liegt das Pferdestammbuch an 5. Stelle der Rangliste aller deutschen Zucht- bzw. Ponyverbände.  Ende 2005 waren hier 25 Welsh-A-Stuten registriert. Damit ist ihre Anzahl unter den Bestand von 1998 gefallen (-7 Tiere). Auch der Bestand der Welsh-B-Stuten ist zahlenmäßig unter das Niveau von 1998 gefallen (-18 Stuten). 2005 waren nur noch 68 B-Stuten eingetragen. Die Anzahl an registrierten C-Stuten hat sich seit 1998 über die Hälfte verringert auf nunmehr 11 (-15 Tiere). Auch bei den Welsh-Cob-Stuten ist der Bestand unter das Niveau von 1998 gefallen. Nach einem Anstieg auf 60 Tiere in 2003 und 63 in 2004 beträgt der Bestand Ende 2005 nur noch 46 eingetragene Stuten, 1998 waren es 49 Tiere.

Das Welsh-Gestüt Arvalon hatte in der Vergangenheit einige Tiere seines Bestandes beim Pferdestammbuch Schlesw.-H./HH registriert. Das Gestüt hat zum 31.12.2005 nunmehr keine Tiere mehr dort eingetragen und diese entweder beim ZV f.dt. Pferde oder beim Overseas Register der WPCS registrieren lassen. Inwieweit diese Ab- bzw. Ummeldungen bereits in den FN-Daten zum 31.12.2005 ihre Berücksichtigung gefunden haben (siehe Tab.1), kann von hier aus nicht gesagt werden, so dass u.U. allein schon wegen dieses Vorgangs Ende 2006 sowohl beim Pferdestammbuch als auch beim ZV in 2006 weitere Mengenverschiebungen zu erwarten sind. 

Veränderungen bei den Welsh-Stuten

  • Welsh-As um - 21,88 %
  • Welsh-Bs um - 20,94 %
  • Welsh-Cs um - 57,70 %
  • Welsh-Ds um   - 6,13 %

Die größten Stutenbestände sind registriert

  • Welsh-A-Stuten 111 b. Pferdestammbuch Weser-Ems
  • Welsh-B-Stuten 133                  "                         "         
  • Welsh-C-Stuten   22 b. Pferdestammbuch Rheinland    
  • Welsh-D-Stuten   68 b. Ponyverband Hessen

                     (Stand 31.Dez.2005)

Verteilung der Rasse Welsh beim ZV f.dt. Pferde

Aus dem Diagramm Nr.3 geht hervor, dass von 2003-2005 die Anzahl der beim Zuchtverband für deutsche Pferde (ZV f.dt.Pferde) registrierten Welsh zugenommen hat. Die Anzahl der eingetragenen As stieg im Verlauf der 3 Jahre von 6 auf 14, die der Bs von 32 auf 58. Die Anzahl der Ds bleibt im Vergleichszeitraum unter 20 Tieren.

Wie oben angedeutet, hat das Gestüt Arvalon auch die Hengste bei den deutschen Pferdestammbüchern abgemeldet und beim ZV registrieren lassen, die bisher von deutschen Züchtern zur Bedeckung ihrer Stuten benutzt worden sind (n=10), d.h., die Anzahl der beim ZV registrierten Welsh-Hengste (A, C, D) ist inzwischen weiter angestiegen (Die auf Arvalon selbst gezogene Nachkommenschaft mit Arvalon-Präfix ist ausschließlich im Overseas Register der WPCS eingetragen).

Nach Angaben der FN waren von insgesamt 2126 eingetragenen Welsh-Ponys/Cobs 90 Welsh (Stuten/Hengste) beim ZV registriert (= 4,23 %). Von den bei der FN eingetragenen 413 Welsh-Hengsten sind beim ZV 29 Hengste registriert (= 2,98 %).

Nach Datenlage der FN Stand vom 31.12.2005

Die 90 Welsh stehen über die gesamte Bundesrepublik verteilt mit Schwerpunkt in Bayern, besonders die Welsh-Bs.                                    

Zusammenfassung

Die Anzahl der  bei den deutschen Zuchtverbänden eingetragenen Stuten und Hengste der Rasse Welsh ist in den letzten Jahren in Summe rückläufig, mit Ausnahme bei den Pferdestammbüchern Weser-Ems, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt Thüringen und dem ZV f.dt.Pferde.

Die sektionsspezifische Verteilung hat sich gegenüber den Vorjahren nicht geändert. Die Welsh-Bs sind die mengenmäßig am stärksten vertretene Sektion geblieben vor den Welsh-As und den Welsh-Ds. Die Welsh-Cs stellen das kleinste Kontingent an registrierten Tieren.

Bei einigen Zucht-/Ponyverbänden sind erhebliche Einbußen bei den Stutenpopulationen bestimmter Sektionen zu verzeichnen, wie z.B. beim Pferdestammbuch Westfalen bei allen 4 Sektionen, beim Ponyverband Bayern bei den Welsh-As, -Bs und -Cs, beim Ponyverband Hannover bei den Welsh-Bs, beim Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/HH bei den Cs usw.

Beim Pferdestammbuch Weser-Ems ist die Anzahl der registrierten Welsh-A-Stuten gestiegen und beim ZV besonders die Anzahl der eingetragenen Welsh-B-Stuten und -Hengste.