Zur Information
(Schriftverkehr ohne Kommentar)

Rheinisches Pferdestammbuch erkennt gekörten
ZfDP-Reitponyhengst an


e-mail
Datum: 03.11.2006 22:55:18 Westeuropäische Normalzeit
Von: info@gestuet-centauro.de
An: holin2@aol.com

Hallo Herr Holin!

Ich würde gerne davon berichten, was uns heute auf der Rheinischen Hengstkörung in Wickrath mit unserem Welsh-Partbred-Hengst Centauro`s Golden Flashlight (2005 vom ZfDP gekört) wiederfahren ist, um andere vor ähnlichem Schaden zu bewahren. Ich bitte Sie deshalb auch um Veröffentlichung.

Wir waren, da Flashlight schon in seiner ersten Decksaison sehr gefragt ist, gebeten worden, ihn doch im Rheinland anerkennen zu lassen, um für die Züchter die Fohleneintragung einfacher und günstiger zu gestalten. Nicht, dass das nötig gewesen wäre, er darf auch so alle Reitponystuten decken, und seine Fohlen sind in allen Verbänden anerkannt.

Uns wurde gesagt, im Prinzip sei das bloße Formsache, da es nur eine einzige Rasse Deutsches Reitpony mit einheitlichem Zuchtstandard und Bewertungsmaßstäben gäbe. Die Zuchtrichter wären alle gleich ausgebildet und würden nach gleichen Standards bewerten. Überhaupt schrieb man sich Offenheit, Zusammenarbeit mit anderen Zuchtverbänden und gegenseitige Anerkennung sehr groß auf die Fahnen.

Soweit die Theorie. Praktisch wurden heute in Wickrath alle bei anderen Verbänden gekörten Reitponyhengste deren Besitzer sich die Mühe gemacht hatten sie dem Rheinland zur Anerkennung vorzustellen nach Hause geschickt, und wie wir (leider erst jetzt) erfahren haben, geschah das nicht zum ersten Mal.
Will man eine neue Rasse gründen, da man im Rheinland doch andere Zuchtmaßstäbe anlegt? Dann sollten Herr Spoo und seine Mannen doch so fair sein, die neue Rasse nicht mehr Deutsches Reitpony" sondern z.B. "Rheinisches Reitpony" zu nennen.

Wir können andere Züchter nur davor warnen, sich und ihre Hengste diesen in unseren Augen arroganten, unnützen Peinlichkeiten weiter auszusetzen, zumal man zumindest unseren Hengst damit nicht von der Zucht fernhalten wird.

Wir freuen uns jedenfalls über die zu erwartende Nachzucht unseres Hengstes aus u.a. Bundes- und Landessiegerstuten. Den Fohlen (auch in England, Australien, USA, Holland...) wird es egal sein, welchen Brand sie tragen - der rheinische wird es jedenfalls nicht mehr sein.

Viele Züchtergrüße, Barbara Schumann Gestüt Centauro


e-mail

Von: Gestüt Centauro [mailto:info@gestuet-centauro.de]
Gesendet: Samstag, 4. November 2006 19:53
An: info@Pferdezucht-Rheinland.de
Betreff: "Körungsergebnis" Nr.33 Abtlg.B

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Hengst Centauro`s Golden Flashlight wurde bei Ihnen am 3.11.06 zur Anerkennung vorgestellt. Dieser Hengst ist bereits gekört. In den Körungsergebnissen der Abteilung B schreiben Sie zu unserem Hengst Centauro`s Golden Flashlight, dass er nicht gekört ist. Dieses entspricht nicht den Tatsachen. Richtig müsste es heißen: nicht für das Rheinland anerkannt. Den Unterschied zwischen Körung und Anerkennung sollten Sie kennen.

Wir fordern Sie auf, sofort Ihre Liste entsprechend zu ändern, ansonsten werden wir zivilrechtlich gegen Sie vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Barbara Schumann


Am 17.November, 2006, teilt das Rheinische Pferdestammbuch e.V. in Sachen: "Körungsergebnis "Nr.33 Abtlg.B dem Gestüt Centauro mit:

„ ...wir möchten Ihnen mitteilen, dass das für Ihren genannten Hengst ergangene Körurteil abgeändert und wie folgt ergeht:

"Gekört und eingetragen in das Hengstbuch nach ZVO § 508d 1.1 und Entscheidung EG Nr. 96/78".

Daraus folgernd werden für die Nachzucht Ihres Hengstes Equidenpässe mit Zuchtbescheinigung als Abstammungsnachweis ausgestellt, der Hengst wird jedoch nicht in den alljährlichen Hengstverteilungsplan aufgenommen und dort ausgewiesen.

Das o.g. abgeänderte Körurteil werden wir in der Ergebnisliste, welche auf unserer Internetseite veröffentlicht ist, ausweisen“, (e-mail, i. A. U. Dollenbaum).

F. d. R.
Eberhard Holin